Die ROSA HILFE FREIBURG ist ein eingetragene, gemeinnütziger Verein, der sich an offen und verdeckt lebende Schwule richtet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Entfaltung schwuler Identität und die Gleichberechtigung homosexueller Lebensweisen voranzutreiben. Als gemeinnütziger Verein ist sie ebenso wie Sport- und Musikvereine auf öffentliche Förderung angewiesen. Auch dieser Förderung hat es die Rosa Hilfe in den letzten zehn Jahren zu verdanken, daß sie
Auch wenn die Arbeit der Rosa Hilfe ausschließlich durch viele ehrenamtliche Helfer getragen wird, beinträchtigen die Kürzung der Zuschüsse im Sozial- und Jugendhilfebereich unsere Arbeit sehr. Nicht zuletzt steht die Finanzierung unserer Räume in der Eschholzstr. 19 auf dem Spiel. Die neuerdings eingeführten Hallenbenutzungsgebühren belasten auch unsere Volleyballgruppe.
Uns treffen diese Einschränkungen besonders empfindlich, da alle unsere Aktivitäten im Dienste eines Emanzipationsprozesses stehen. So sind beispielsweise die Coming-out-Gruppen, die Homosexuelle in einer sehr kritischen Lebenssituation unterstützen, außerordentlich wichtig für einen gesamtgesellschaftlichen Toleranzprozeß. Nicht zu unterschätzen ist in diesem Zusammenhang auch unser Engagement im Rahmen der Aidsprävention.
Eine Entwicklung zu mehr Toleranz und Verständnis gegenüber Homosexuellen leistet ihren Beitrag zum sozialen Frieden und wirkt der Isolation von Schwulen entgegen. In einer Zeit, in der Synagogen wieder brennen, Ausländer rechter Gewalt ausgesetzt sind und Schwule zunehmend als Überfallopfer herhalten müssen, bringt die Kürzung von Leistungen für sozial Schwache neuen Nährboden für rechte Propaganda mit sich. Auch aus diesem Grund fordern wir den Stopp des weiteren Sozialabbaus, damit der Toleranzprozeß fortschreiten kann und der soziale Friede gewährleistet bleibt!"