40 Jahre

1995 – 2004

Zwischen Sichtbarkeit und Ausgrenzung

Mit dem Durchbruch der neuen Kombinationstherapie 1996 war eine HIV-Infektion erstmals kein Todesurteil mehr – ein medizinischer Meilenstein.

Viele Vereine und Initiativen wie die Rosa Hilfe hatten sich gegründet, um gemeinsam HIV zu bekämpfen und die Erkrankten zu begleiten und zu versorgen. Der medizinische Durchbruch sorgte zeitweise für Verunsicherung, da dieser eine inhaltliche Neuorientierung ihrer Arbeit notwendig zu machen schien.

Die großen, neuen Fragen führten oft auch zu großen Diskussionen: Wie soll es mit der Szene weitergehen? Braucht es noch Aktivismus ohne die existenzielle Bedrohung? Und welche Rolle soll die Rosa Hilfe in Zukunft spielen? Die „Schwul in Freiburg“-Hefte dieser Jahre zeugen von einer Zeit der Umbrüche.

So setzte die Rosa Hilfe einen stärkeren Fokus auf die Sensibilisierungs- und Präventionsarbeit, was sich bspw. in der Gründung einer Gruppe für Eltern homosexueller Kinder widerspiegelte.