Im August 1996 erscheint eine Ausgabe von ,,Schwul in Freiburg" mit einem Bericht über den 11. Welt-AIDS-Kongress in Vancouver von der AIDS-Hilfe Freiburg:
"Durch die Kombination von Protease- und Reverse-Transkriptase-Hemmern ist es nun erstmalig in der Therapie von AIDS möglich, die Virusvermehrung an zwei unterschiedlichen Stellen und damit wesentlich effektiver als bisher zu blockieren. In ersten Studien gelang es, die Viruslast auf unter die Nachweisgrenze zu senken, eine Tatsache, die berechtigte Hoffnung weckt, denn seit der Entdeckung von HIV und AIDS ist dies ein noch nie dagewesenes Ergebnis. [...]
Noch nie sah die therapeutische Situation im Bereich HIV/AIDS so hoffnungsvoll und vielversprechend aus wie zur Zeit. Doch auch nach wie vor gelten die Safer-Sex-Regeln: Bumsen nur mit Kondom und kein Sperma in den Mund, logisch, oder?????"
Der hier geäußerte vorsichtige Optimismus war mehr als berechtigt, mit den neuen Therapien war, allerdings vor allem in den ersten Jahren mit massiven Nebenwirkungen, ein (Über-) Leben trotz AIDS Erkrankung nun möglich (Reichert, Kapsel, S. 131-141).