Von April 2023 bis Ende 2024 lief das durch "Demokratie leben!" vom Bundesfamilienministerium gefördere Projekt „(IN)VISIBLE – Geflüchtet, Queer und Hier“, dessen Ziel es war, Sichtbarkeit und Unterstützung von LSBTQIA*-Geflüchteten in Südbaden zu stärken und sowohl Geflüchtete selbst als auch Multiplikator*innen für die besonderen Schutzbedürfnisse dieser Gruppe zu sensibilisieren.
Dazu wurden insgesamt 83 Workshops für Geflüchtete in Unterkünften sowie Schulungen für das dortige Personal sowie Dienststellen und Behörden durchgeführt. Zu den Erfolgen des Projekts aus dem angehängten Abschiedstext:
"Strukturelle Veränderungen: Durch die enge Zusammenarbeit mit Unterkünften und Behörden konnten konkrete Verbesserungen erzielt werden:
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- Anpassungen von Hausordnungen, die explizit Diskriminierung gegenüber LSBTQIA*-Personen untersagen.
- Einführung sichtbarer Zeichen der Unterstützung wie Regenbogenfahnen und Informationsmaterialien in den Unterkünften.
- Gegenseitige Sensibilisierung von Personal und Bewohner*innen führte zu mehr Outing-Situationen vor Ort, was zeigt, dass sich queere Geflüchtete sicherer fühlen und eher Unterstützung suchen.
- Überarbeitete Gewaltschutzkonzepte und verstärkte Schulungen haben langfristig sicherere Räume geschaffen.
- Nachhaltige Vernetzung: Das Projekt konnte die Vernetzungsarbeit deutlich ausbauen:
- Über 30 neue Vernetzungspartner*innen wurden gewonnen, darunter 4 neue Landkreise, die bislang noch nicht mit uns kooperiert hatten.
- Neben der Zusammenarbeit mit Behörden, Beratungsstellen und Organisationen wie Südwind e.V. oder Refugium konnten neue Dolmetschende geschult werden. Sie sorgen für eine verbesserte sprachliche Zugänglichkeit unserer Angebote und stärken die Kommunikation in Workshops und Beratungen.
- Peer-Arbeit und Empowerment: Ein Team aus geschulten Peers, Dolmetschenden und Honorarkräften – häufig selbst queere Geflüchtete – war entscheidend für die erfolgreiche Durchführung der Workshops. Sie schufen nicht nur Vertrauen, sondern halfen, kulturelle und sprachliche Barrieren zu überwinden.
Die Erfolge des Projekts verdeutlichen, wie wichtig gezielte Sensibilisierung, Empowerment und Vernetzung sind, um die Lebensbedingungen queerer Geflüchteter nachhaltig zu verbessern. Viele Workshop-Teilnehmende berichteten von einem neuen Verständnis für die Herausforderungen und Schutzbedarfe dieser Gruppe sowie einem stärkeren Bewusstsein für notwendige Verbesserungen im Alltag."
Der Instagram Account des Projekts: https://www.instagram.com/invisible_rosahilfe/