40 Jahre

1990

Raumsuche

Anfang 1990
#vereinsarbeit
Anlauf für eigene Räume in der Spechtpassage

Ende der 1980er Jahre war die Raumsituation der Rosa Hilfe unbefriedigend, ausreichend große und permanente Räume standen nicht zur Verfügung:

"Leider hockten wir bis heute immer noch im Kinderzimmer. Wir pendeln zwischen Jos Fritz Buchladen, dem Telefonkabuff, dem Radikal Demokratischen Club, Privatwohnungen, der Kindertagesstätte auf dem Grether Gelande und der alten Uni hin und her."

Zeitweise stehen 1990 Räume in der Spechtpassage in Aussicht, für deren Renovierung und Miete ein eigener Flyer zur Spendensammlung herausgegeben wird. Dieser verspricht:

"Die Rosa Hilfe wird ihre Arbeit besser organisieren können. Die coming-out Gruppen können endlich in angemessenen Räumen stattfinden, Das Rosa Telefon kann, von Putzeimern, Tiefkühltruhen und Atemnot befreit, die Beratung auf nachmittags ausdehnen. Die fachliche Betreuung der Beratungsgruppe und die Gruppensitzungen der Rosa Hilfe können heraustreten aus Nebenabstellhinterbücherkammern, hinein in lichte Hallen. [...] Den "Homo Freiburgiensis" werden wir traktieren mit Traktaten, Lesungen, Vorträgen, Filmabenden, Gesprächs-, Diskussions- und Streitrunden, Fummelnähkursen, Safer-Sex Workshops, kleineren Festlichkeiten und anderen rosaroten Zerstreuungen."

Leider gibt es mit der Spechtpassage einige Schwierigkeiten (wohl wegen Bleiverseuchung, siehe die angehängten Auszüge aus dem Bericht von der Mitgliederversammlung 1991), sodass der erhoffte Einzug dort nicht stattfindet. Im Sommer 1990 bekommt die Rosa Hilfe schließlich die Räume der Aidshilfe in der Eschholzstraße angeboten, in die im Herbst des gleichen Jahres eingezogen wird.