Presseerklärung:
"Am 25./26. Februar fand in den Räumen des Evangelischen Studentenwohnheims das Frühjahrstreffen der Schwulen-Aktion-Südwest (SAS) statt. Vorbereitet und durchgeführt der AZ-Schwulengruppe Freiburg, wurde es auch von den rund 60 Gästen als voller Erfolg gewertet. Ein Tanzabend am Samstag mit etwa 200 Besuchern bot Ausgleich für die persönlich sehr engagierte Arbeit der einzelnen Teilnehmer in vier verschiedenen Arbeitsgruppen (AG) zu den Themen Selbstverständnis der SAS, Schwulsein nach der Affäre Kießling, Schwules Leben und die rätselhafte Krankheit AIDS, Pädophilie und Jugendliche in Schwulengruppen.
Nicht alle AGs konnten dem abschließenden Plenum am Sonntagnachmittag fertige Ergebnisse vorlegen: Die SAS als Sprecherin eines Teiles süd-westdeutscher Schwuler war eines, das Übergehen der Diskussion, - Warum sind Schwule ein Sicherheitsrisiko? -, durch die Medien im Umfeld der Affäre Kießling ein anderes, daneben wurde festgestellt, AIDS stellt die bisherigen Formen schwulen Lebens in Frage. Letzteres mündete ein in die Frage nach schwuler Identität, zugespitzt auf das Problem: "Wir sind schwul, und wir sind Mann ?"; die Kießling-AG stellte einen Mangel an schwulem Geschichtsbewußtsein fest. Zu beiden Komplexen bildeten sich AGs, die Diskussionspapiere für das nächste SAS-Treffen im Herbst in Schorndorf ausarbeiten.
Neben verstärktem Informationsfluß zwischen den einzelnen Schwulengruppen zur Festigung des inneren Gefüges der SAS wurde als eine Aktion in der Öffentlichkeit die Teilnahme an den diesjährigen Ostermärschen angekündigt."