1991 startet eine weitere Institution der Rosa Hilfe: die Partyreihe SchwuLesDance, zunächst als private Initiative in der Diskothek "Unverschämt". Seit 1992 finden die Parties als Veranstaltungen der Rosa Hilfe im Waldsee statt, seit 2025 unter dem neuen Namen QUEER IT UP.
„'Der schönste Schwulen-Rave wird zur Routine, sobald er jede Nacht stattfindet“, sagt er, „vor allem in der Provinz“.
Deshalb entschloß Axel sich im Frühjahr 1991, mit ein paar Freiburger Schwulen
und Lesben zusammen eine Party zu organisieren, die den gewöhnlichen Rahmen
der Disco sprengen sollte. Nicht das Tanzen und die Musik sollten hier im Vorder-
grund stehen, sondern das Gesamtereignis: Die Party als schwul-lesbisches Happening zwischen Tanz und Theater - eine Art "Queer Parade" in festen Räumen.
Nicht öfter als alle drei Monate: um die Party-Laune nicht zu verschleißen.
Zum ersten „SchwuLesDance“, den die Gruppe veranstaltete, kamen über 400 Gäste. Und seither wird nichts unversucht gelassen, das große Familientreffen mit
„Sürprisen“, Kitsch und reichlich Glamour immer wieder zu einem euphorischen Spektakel zu gestalten: Mal werden leichtbekleidete Männer in durchsichtigen
Wannen voll Götterspeise durch den Raum gekarrt, mal räkelt sich ein schoko-
ladensoßen-übergossener Jüngling zwischen den Früchten eines monströsen
Obstbüffets. ...
Mit extravaganten Aktionen dieser Art hat sich der „SchwuLesDance“ mittler-
weile als das größte schwul-lesbische Event der Region etabliert. ...
An die 700 von ihnen hat Rolf Schulz beim letzten Mal vor einer Woche gezählt.
So viele waren es bislang noch nie“, sagt er zufrieden. Seit Axels Weggang organisiert Rolf das Fest zusammen mit einem Freund für die „Rosa Hilfe“. Wegen des großen Andrangs haben sie den Party-Rhythmus mittlerweile auf alle zwei Monate verkürzt."