40 Jahre

2020

Die Corona Pandemie

2020 bis 2023
#vereinsarbeit
Die Rosa Hilfe während der Pandemie

Die Corona-Pandemie stellte die gesamte Gesellschaft ab März 2020 vor neue Herausforderungen. Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und Unsicherheit prägten den Alltag aller Menschen. Für queere Communities bedeutete dies nicht nur verstärkte gesundheitliche Risiken, sondern auch oft den Wegfall oder Digitalisierung wichtiger Schutzräume und sozialer Treffpunkte.

Für die Rosa Hilfe bedeutete die Pandemie eine Zeit permanenter Anpassung und Improvisation. Freizeit- und Partyangebote mussten je nach Lockdown-Regelungen immer wieder pausieren. Besonders betroffen war die schwulesdance-Reihe, wo Parties teilweise sehr kurzfristig abgesagt werden mussten. Die traditionellen Freitagscaféabende konnten bestenfalls in den Sommermonaten stattfinden, wenn draußen gesessen werden konnte.

Auch kulturelle Veranstaltungen wurden zur Herausforderung: so musste beispielsweise eine geplante Lesung mit Linus Giese mehrfach verschoben und schließlich ganz abgesagt werden, außerdem konnte Lutz van Dijk konnte wegen der Reisebeschränkungen nicht wie geplant für eine Lesung aus Südafrika anreisen.

Doch die Rosa Hilfe zeigte Kreativität und Durchhaltevermögen: Gruppen und Beratungsangebote wurden entsprechend der jeweiligen Regelungen flexibel gestaltet – von Online-Treffen über Telefonberatung bis hin zu Präsenztreffen mit Test- oder Impfnachweis und Maskenpflicht. Für Selbsthilfegruppen gab es mit entsprechenden Hygienekonzepten etwas mehr Spielraum als für Kulturveranstaltungen oder Parties.

Die wechselnde Situation erforderte permanente Flexibilität und Anpassungsbereitschaft. Trotz aller Einschränkungen versuchte die Rosa Hilfe, so viel Angebot wie möglich aufrechtzuerhalten – denn gerade in Zeiten der Isolation war der Zusammenhalt der Community wichtiger denn je.