2003 ist die Rosa Hilfe neben zahlreichen anderen Organisationen, Unternehmen und Institutionen Mitveranstalterin der Reihe "Queering Gender - Queering Society" in Freiburg und Basel.
"Queere Verhältnisse?
Queer bedeutet vielerlei: als Adjektiv „seltsam, komisch, fragwürdig“, als Verb „jemanden irreführen, etwas verderben oder verpfuschen“, und als Substantiv ist queer ein Sammelbegriff für GLBT (Gay-Lesbian-Bi-Transsexuals).
Gegenstand der in den neunziger Jahren entstandenen „Queer Theory“ ist die Analyse und Destabilisierung gesellschaftlicher Normen von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit. Sie untersucht, wie Sexualität reguliert wird und wie Sexualität andere gesellschaftliche Bereiche - etwa staatliche Politik und kulturelle Formen - beeinflusst und strukturiert. „Queering“ als dazu passende Methode will (Geschlecht und Sexualität) entnaturalisieren (zweigeschlechtliche Denkkategorien) verunsichern und (vermeintlich Selbstverständliches) entselbstverständlichen. Entsprechend geht es in dieser Veranstaltungsreihe darum, queeres Denken als Projekt der Verunsicherung vorzustellen und für die Analyse gesellschaftlicher Wandlungsprozesse nutzbar zu machen."
Prof. Dr. Nina Degele